Diese Texte sind Bestandteil des Albums " Das Wesen", das am 26.02. 2021 erschienen ist.


Originaltexte und Anmerkungen zu den Liedern

 

Das Wesen

05.05.2021, 21:01

Felix und Felicitas

Felix hat zwei Füße Und die trugen ihn einst weit. Felicitas hat Hände Und die sind noch immer weich. Felix ist ein Mensch, Felicitas ist seine Frau. Sie kennen sich schon lang Und sie kennen sich genau. Die...   mehr


28.04.2021, 21:01

Geduckter Riese

Ich, ein geduckter Riese, Halte die faltige Hand, Als wär‘s noch vor ihrem Haus auf der Wiese. Erstaunlich – sie ist so sanft. Tief gekrümmt ist ihr Rücken, Reuiger Blick – schau mich an! Tiefer muss ich mich...   mehr


21.04.2021, 21:00

Frühstückstoast

Jeden Morgen bringt rot die Sonne Für uns einen Frühstückstoast aus. Das Glück läuft uns manchmal einfach über Und aus der Kaffeekanne läuft der Kaffee aus. Da geht’s der Kanne wie der Riesenregentonne, Die...   mehr


14.04.2021, 20:59

Zu dir

Da sammelt sich die Tiefe deiner Haut in meinen Träumen. Dann tragen deine Blicke meine Wünsche fort. Das Auge heftet sich an deine ruhige Stimme. Dann – irgendwann… Mein Herz will zu dir… Nah hör ich deine...   mehr


07.04.2021, 20:58

Das schwarze Fenster

Abflug, Landung, Abflug, Landung, Abflug, Landung, Abflug, Abflug. Versteht mich wer, wenn ich einfach sage: Mein Fenster ist weiß – weiß und weit geöffnet. Manchmal sehe ich da einfach weiter durch Und...   mehr


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Zu "Ex Uterus"

Ein Teil des Textes in "Ex Uterus" stammt aus dem Andernacher Liederbuch, eventuell von Johannes Tauler, um 1450.

"Es kommt ein Schiff, geladen
bis an sein’ höchsten Bord,
trägt einen Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewigs Wort.
Das Schiff geht still im Triebe,
es trägt ein teure Last;
das Segel ist die Liebe,
der Heilig Geist der Mast.
Der Anker haft’ auf Erden,
da ist das Schiff am Land.
Das Wort will Fleisch uns werden,
der Sohn ist uns gesandt.
Und wer dies Kind mit Freuden
umfangen, küssen will,
muss vorher mit ihm leiden
groß Pein und Marter viel,
danach mit ihm auch sterben
und geistlich auferstehn,
das ewig Leben erben,
wie an ihm ist geschehn."

Zu "Hälfte des Lebens"

Ein Teil aus "Hälfte des Lebens" stammt von G. Thurmair, 1935

"Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh
mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu.

Die Wege sind verlassen, und oft sind wir allein.
In diesen grauen Gassen will niemand bei uns sein.

Gar manche Wege führen aus dieser Welt hinaus.
O dass wir nicht verlieren den Weg zum Vaterhaus!"


Zu "Geduckter Riese"

ein Lied, meiner Großmutter gewidmet. Zur Familiengeschichte siehe: fobbe.info