Diese Texte sind Bestandteil des Albums " Das Wesen", das am 26.02. 2021 erschienen ist.


Originaltexte und Anmerkungen zu den Liedern

Das Wesen


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07.04.2021

Das schwarze Fenster

Abflug, Landung, Abflug, Landung, Abflug, Landung, Abflug, Abflug.

Versteht mich wer, wenn ich einfach sage:
Mein Fenster ist weiß – weiß und weit geöffnet.
Manchmal sehe ich da einfach weiter durch
Und vergesse was das Leben von mir möchte.

Manchmal sitz ich hier und warte auf das Summen.
Wann endlich beginnt das Rauschen in den Ohrn?
Wann starten meine Fantasiemaschinen?
Wenn ich sitzen bleibe bin ich verlorn.

Ich fliege ganz und gar alleine
Mit mir und schwirrenden Gedanken im Kopf.
Zum Fliegen über Land braucht man keine Beine
Zum Fliegen …

Schon manchmal geschah‘s, dass ich einfach vergaß:
Ich bin ja ganz alleine da.
Schon manchmal geschah‘s, dass ich einfach vergaß:
Mein Fenster ist ja schwarz.

So zieh ich meine Kreise ganz alleine
Und staun über die, die wirklich einsam sind.
Zum Fliegen über Land braucht man keine Beine,
Zum Fliegen brauch ich …

Schon manchmal geschah‘s, dass ich einfach vergaß:
Ich bin ja ganz alleine da.
Schon manchmal geschah‘s, dass ich einfach vergaß:
Mein Fenster ist ja schwarz.

Versteht mich wer?
Guck mal da unten!
Staus auf der Autobahn, Pferderennen,
Wandelnde Nadelstreifen, die Müllabfuhr, bunte Lichter.

Versteht mich wer, wenn ich einfach sage:
Mein Fenster ist weiß, weiß und weit geöffnet.
Manchmal denk ich mich da einfach hindurch
Und vergesse:

Abflug, Landung, Abflug, Landung.

Ich fliege ganz und gar allein
Mit mir und meinen Gedanken im Kopf.
Zum Fliegen über Land braucht man keine Beine,
Zum Fliegen brauch ich mich.



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Zu "Ex Uterus"

Ein Teil des Textes in "Ex Uterus" stammt aus dem Andernacher Liederbuch, eventuell von Johannes Tauler, um 1450.

"Es kommt ein Schiff, geladen
bis an sein’ höchsten Bord,
trägt einen Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewigs Wort.
Das Schiff geht still im Triebe,
es trägt ein teure Last;
das Segel ist die Liebe,
der Heilig Geist der Mast.
Der Anker haft’ auf Erden,
da ist das Schiff am Land.
Das Wort will Fleisch uns werden,
der Sohn ist uns gesandt.
Und wer dies Kind mit Freuden
umfangen, küssen will,
muss vorher mit ihm leiden
groß Pein und Marter viel,
danach mit ihm auch sterben
und geistlich auferstehn,
das ewig Leben erben,
wie an ihm ist geschehn."

Zu "Hälfte des Lebens"

Ein Teil aus "Hälfte des Lebens" stammt von G. Thurmair, 1935

"Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh
mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu.

Die Wege sind verlassen, und oft sind wir allein.
In diesen grauen Gassen will niemand bei uns sein.

Gar manche Wege führen aus dieser Welt hinaus.
O dass wir nicht verlieren den Weg zum Vaterhaus!"


Zu "Geduckter Riese"

ein Lied, meiner Großmutter gewidmet. Zur Familiengeschichte siehe: fobbe.info