Diese Texte sind Bestandteil des Albums " Das Wesen", das am 26.02. 2021 erschienen ist.


Originaltexte und Anmerkungen zu den Liedern

Das Wesen


Zurück zur Übersicht

14.04.2021

Zu dir

Da sammelt sich die Tiefe deiner Haut in meinen Träumen.
Dann tragen deine Blicke meine Wünsche fort.
Das Auge heftet sich an deine ruhige Stimme.
Dann – irgendwann…

Mein Herz will zu dir…

Nah hör ich deine Finger in meinen Haaren.
Warst du ein leiser Augenblick in mir?
Gras reiht sich fern, so fern vor unsren Nasen.
Wann – sag mir wann?

Mein Herz will zu dir …

Wann kommt die Zukunft mich besuchen?
Wann geht der Winter aus dem Licht?
Wann finden dich meine vagen Hände?
Wann find ich dich, find ich dich?

Mein Herz will zu Dir

Warm laut und ganz besonders dunkel
Schallt da ein leiser Hauch von dir zu mir.
Und dann fasst mein Herz sich Mut und wandert
Zu Dir und immer hin zu Dir und immer hin zu Dir.

Bei dir,
Mein Herz ist bei dir, mein Herz ist bei dir.
Bei dir,
Mein Herz ist bei dir, mein Herz ist bei dir.



Zurück zur Übersicht


 

Zu "Ex Uterus"

Ein Teil des Textes in "Ex Uterus" stammt aus dem Andernacher Liederbuch, eventuell von Johannes Tauler, um 1450.

"Es kommt ein Schiff, geladen
bis an sein’ höchsten Bord,
trägt einen Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewigs Wort.
Das Schiff geht still im Triebe,
es trägt ein teure Last;
das Segel ist die Liebe,
der Heilig Geist der Mast.
Der Anker haft’ auf Erden,
da ist das Schiff am Land.
Das Wort will Fleisch uns werden,
der Sohn ist uns gesandt.
Und wer dies Kind mit Freuden
umfangen, küssen will,
muss vorher mit ihm leiden
groß Pein und Marter viel,
danach mit ihm auch sterben
und geistlich auferstehn,
das ewig Leben erben,
wie an ihm ist geschehn."

Zu "Hälfte des Lebens"

Ein Teil aus "Hälfte des Lebens" stammt von G. Thurmair, 1935

"Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh
mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu.

Die Wege sind verlassen, und oft sind wir allein.
In diesen grauen Gassen will niemand bei uns sein.

Gar manche Wege führen aus dieser Welt hinaus.
O dass wir nicht verlieren den Weg zum Vaterhaus!"


Zu "Geduckter Riese"

ein Lied, meiner Großmutter gewidmet. Zur Familiengeschichte siehe: fobbe.info