Diese Texte sind Bestandteil des Albums " Das Wesen", das am 26.02. 2021 erschienen ist.


Originaltexte und Anmerkungen zu den Liedern

Das Wesen

31.03.2021, 20:57

Taumeln

Taumel der nicht endet Latenter Dauerrausch Schwirren taumeln Schwirren taumeln Immer vergessen Immer hoffen Immer spähen Lust auf mehr Abschalten durchstarten Irgendwo dazwischen Figuren begaffen Formen...   mehr


24.03.2021, 21:16

Was Gutes

Auf dem Bildschirm sind die neusten Nachrichten zerplatzt. Meine Daten hat ein Server in der Mongolei geknackt. Die fetten Lettern in der Zeitung haben sich schlafen gelegt, Ein Astronaut hat ganz behutsam...   mehr


17.03.2021, 21:15

Hälfte des Lebens

Wir fallen vor dem Chef und manchmal auch vor Gott. So wie wir jetzt sind, buckeln wir im Alltagstrott. Doch ich kann es gut abschätzen, bis zum rettenden Ast Genügt ein fester Griff und die alte...   mehr


10.03.2021, 21:15

Auch die Ratten

Einer hat sich grad gewaschen, Eine sieht sich lange an, Einer sehnt sich nach der raschen Erfüllung seines Plans, Eine wühlt in ihren Haaren, Einer geht in Alltagskluft, Eine sehnt sich nach der wahren Liebe...   mehr


03.03.2021, 21:15

Der Weg nach Nord

Wo faule Blätter vertrocknen Ist der schmale Pfad deiner Grenze. Vor dir verdampft deine Herkunft wie Eis. Das vor Hunger geplatzte Ziel stärkt dir den Rücken. Zu Staub zerfallene Keime der Zeit nähren...   mehr


<< neuereältere >>


 

Zu "Ex Uterus"

Ein Teil des Textes in "Ex Uterus" stammt aus dem Andernacher Liederbuch, eventuell von Johannes Tauler, um 1450.

"Es kommt ein Schiff, geladen
bis an sein’ höchsten Bord,
trägt einen Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewigs Wort.
Das Schiff geht still im Triebe,
es trägt ein teure Last;
das Segel ist die Liebe,
der Heilig Geist der Mast.
Der Anker haft’ auf Erden,
da ist das Schiff am Land.
Das Wort will Fleisch uns werden,
der Sohn ist uns gesandt.
Und wer dies Kind mit Freuden
umfangen, küssen will,
muss vorher mit ihm leiden
groß Pein und Marter viel,
danach mit ihm auch sterben
und geistlich auferstehn,
das ewig Leben erben,
wie an ihm ist geschehn."

Zu "Hälfte des Lebens"

Ein Teil aus "Hälfte des Lebens" stammt von G. Thurmair, 1935

"Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh
mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu.

Die Wege sind verlassen, und oft sind wir allein.
In diesen grauen Gassen will niemand bei uns sein.

Gar manche Wege führen aus dieser Welt hinaus.
O dass wir nicht verlieren den Weg zum Vaterhaus!"


Zu "Geduckter Riese"

ein Lied, meiner Großmutter gewidmet. Zur Familiengeschichte siehe: fobbe.info