Mineral

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17.07.2020, 22:15

Siebenlied

Seit – ran – seit und Wiegeschritt, Alle sieben Sachen müssen mit! Eins, zwei, drei, vier Wiegeschritt, Alle sieben Sachen müssen mit! Gott der Herr erschuf die Welt in sieben Tagen Und schickt uns lieben...   mehr


10.07.2020, 22:15

Was gibt mein Land noch her?

Silberbänder säumen mein Revier, Goldene Netze überm Flickenteppich. Und durch den feinen Staub dringt rot die Sonne zu mir. Ach hätt ich, hätt ich, hätt ich... ...die Zeche bezahlt und geschlossen. Ein...   mehr


03.07.2020, 22:14

Western

Wo ich aufwuchs wuchsen keine Bäume, Wo ich zur Welt kam gab es keinen Strand, Doch alle Menschen waren voller Träume Von einem längst vergangenem schönen Land. Die Lehrer meines Lebens sind Geschichten Von...   mehr


26.06.2020, 22:14

Silber

Mein größter Schatz ist im Boden. Bald setz ich mich auf den Schatz ganz nach oben. Und sicher hab ich von hier oben Einen besseren Blick auf das Loch im Boden. Im Spiegel ruht die Silberfläche Und wartet...   mehr


19.06.2020, 22:13

Braune Klumpen

Zieht es dich ganz tief in dich? Räumst du Unrat auf um dich? Ordnest die Vergangenheit? Kriegst du mit den andern Streit! Strebst du hinauf in steile Höhen? Willst du die Welt von oben sehen? Hast du für...   mehr


12.06.2020, 22:13

Mineralien

In unsrer Welt liegt ach so viel vergraben. Unten im Schutt sind zwischen all dem Dreck So manche schöne funkelhelle Gaben. Ich grab sie aus und laufe damit weg. Ein Malachit – ich muss ihn wohl noch...   mehr


05.06.2020, 21:00

Salz

Ganz tief im Berg Ruhte das Kristall. Es strahlte weiß, Fast überall. Da haben wir als Es gut ging damals Die Fässer rausgeholt Und die Fässer dann in die Stadt gerollt. Wir haben Salz verkauft Und ihr habt...   mehr


29.05.2020, 22:11

Schliemann

Homer erzählt ja: Betrug traf Troja! Ganz perplexen Persern War Achill auf‘n Fersen. Wer gräbt mit Verstande Tief im Persersande? Niemand verschmäht dies Städtchen der Ägäis. Der Schliemann, Der Heinrich...   mehr


22.05.2020, 22:10

Gold

Also sind wir nach so vielen Jahren Noch einmal in den Schacht gefahren. Wir stellten uns den Seelenfragen und schon glitten wir ins Dunkel der unteren Etagen. Die Ängste lagen in den Falten unsrer Minen Und...   mehr


15.05.2020, 22:10

Steine

Es könnte Krieg sein, Denn mich plagt die Ungerechtigkeit. Es könnte Kampf sein Für die bessre schönre neue Zeit. Ich könnte streiten, Wenigstens mit Worten für das Glück. Doch Avatare halten mich...   mehr


08.05.2020, 22:09

Frust

Auf und ab Wirft mich das Leben. Du hältst es auf Trab. Ich wollte eben noch den Staffelstab. Auf deine Absicht folgt für mich Das Grab. Hin und her Lenkst du mich Esel, Als ob‘s dein Weg wär. Du willst nur...   mehr


01.05.2020, 22:08

Achat

Am Fluss im jungen Tag Reift uns der Achat. Der Achat ist warm Und reift bei Sonnenaufgang. Ist dann der Himmel leicht bedeckt Und hast du ihn am Fluss entdeckt, Spürst du schon, dass die Sonnenkraft in ihm...   mehr




Originaltexte und Anmerkungen zu den Liedern

 

zu Lied 01 Hildegard von Bingen – Achat. *1098 +1179  

Der Onyx (Achat) ist warm und entsteht nach der dritten Stunde nach Sonnenaufgang, wenn der Himmel bewölkt ist, die Sonne stark brennt und die Wolken immer wieder die Sonne verdecken. Daher besitzt er wenig Feuersglut, aber birgt die Wärme der Luft in sich, wodurch er große Kraft gegen Krankheiten aus der Luft besitzt. Wer schwache oder trübe Augen hat, der gieße reinen Wein in ein eisernes oder kupfernes Gefäß und lege den Onyx (Achat) für fünfzehn bis dreißig Tage darin ein und beize ihn. Danach solle er den Stein aus dem Wein nehmen und die Augen jede Nacht mit dem Wein befeuchten, bis sie besser werden. Der, wer am Herzen oder in der Seite schmerzen hat soll einen Onyx (Achat) am Körper oder in den Händen erwärmen. Gleichzeitig soll er Wein über ein Feuer erwärmen und den Stein darüberhalten, damit sich seine austretende Feuchtigkeit mit dem Wein vermengt. Anschließend soll er den Onyx (Achat) in den Wein legen und diesen sofort trinken, denn dann werden seine Schmerzen verschwinden. Bei Magenschmerzen soll mit dem Onyx (Achat) und dem Wein auf die gleiche Weise verfahren werden. Zusätzlich soll aber mit Hühnereiern und Mehl ein Brei gerührt werden, der immer wieder gegessen wird, bis die Schmerzen verschwinden. Wer Milzschmerzen hat, soll Fleisch vom Lamm oder der Ziege kochen und mit dem Onyx (Achat) und dem Wein auf die bereits beschriebene Weise verfahren. Anschließend soll er das Fleisch in den Wein tauchen und essen. Das soll er solange machen, bis die Milz geheilt ist. Wer Fieber hat, soll einen Onyx (Achat) fünf Tage lang in Essig einlegen und seine Speisen damit würzen. Weil sich die Wärme des Essig mir der Wärme des Steins gut vermischt, wird sein Fieber schnell verschwinden. Wem Trübsal plagt, der soll einen Onyx (Achat) bedächtig anschauen und danach in seinen Mund nehmen. Er wird seine Bedrückung verlieren.  

Quelle: https://www.edelsteine.net/achat (26.10.2020)


zu Lied 03 Ulrich Plenzdorf: Wenn ein Mensch lebt. 1973

Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt,

Sagt die Welt, dass er zu früh geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
Sagt die Welt, es ist Zeit.
Meine Freundin ist schön.
Als ich aufstand, ist sie gegangen.
Weckt sie nicht, bis sie sich regt.
Ich hab' mich in ihren Schatten gelegt.

Jegliches hat seine Zeit,
Steine sammeln, Steine zerstreu'n,
Bäume pflanzen, Bäume abhau'n,
Leben und sterben und Streit.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
Sagt die Welt, dass er zu früh geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
Sagt die Welt, es ist Zeit, daß er geht.
Jegliches hat seine Zeit,
Steine sammeln, Steine zerstreu'n,
Bäume pflanzen, Bäume abhau'n
Leben und sterben und Frieden und Streit.
Weckt sie nicht, bis sie selber sich regt.
Ich habe mich in ihren Schatten gelegt.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt,
Sagt die Welt, dass er zu früh geht.
Weckt sie nicht, bis sie sich regt.
Ich hab' mich in ihren Schatten gelegt.
Meine Freundin ist schön,
Als ich aufstand ist sie gegangen.
Weckt sie nicht, bis sie sich regt.
Ich habe mich in ihren Schatten gelegt.
Das Lied wurde bekannt durch den Film „Die Legende von Paul und Paula“ von 1973, gesungen von den Puhdys.

Zu Lied 5

Schliemann, Heinrich (*1822+1890), Homer (ca. 8 Jh. v.u.Z.). Ilias.


zu Lied 12

Gott, der Herr (*4004 v.u.Z.+33 u.Z.). Alles. Immer.

Solon (640-559). Παῖς μὲν ἄνηβος  

Knabe zuerst ist der Mensch, unreif: da wirft er der Zähne
Hag, der dem Kinde entspross, von sich im siebenten Jahr.
Wenn zum anderen Mal Gott schloß die Sieben der Jahre,
Zeichen der Mannheit dann keimen, der nahenden, auf.
Während der dritten umkraust sein Kinn – noch wachsen die Glieder –
Wolliger Flaum, da der Haut Blüte im Wandel verwich.
Nun in den vierten empor zu hohem vollem Gedeihen
Reift die Stärke, in ihr zeigt was tauge der Mann.
Mit den fünften gedeiht ihm die Zeit, der Freite zu denken
Und dass in Söhnen ersteh fürderhin währender Stamm.
Während der sechsten da breitet der Geist allseits sich ins Rechte,
Nimmer zu unnützem Tun treibt ihn hinfort noch der Mut.
Sieben Siebenerjahre und acht: im vollen Gedeihen
Stehen Zunge und Geist: vierzehn an Jahren zusamt.
Noch in den neunten ist tauglich der Mann, doch lässiger zeigen
Gegen das volle Gedeihn Zunge fortan sich und Witz.
Wer in die zehnten gelangte, die zehnten nach Maßen vollendend,
Kaum zur Unzeit wärs, träf ihn die Neige des Tods.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hebdomade (27.10.2020)

Newton, Isaac (*1643+1727).

Optik oder eine Abhandlung über die Reflexion, Brechung, Krümmung und die Farben des Lichtes. 1704


Helmut Richter, Ed Swillms: Über sieben Brücken musst du gehen, auch von Peter Maffay gesungen , 1978   

Manchmal geh ich meine Straße ohne Blick
Manchmal wünsch ich mir mein Schaukelpferd zurück
Manchmal bin ich ohne Rast und Ruh
Manchmal schließ ich alle Türen nach mir zu
Manchmal ist mir kalt und manchmal heiß
Manchmal weiß ich nicht mehr was ich weiß
Manchmal bin ich schon am Morgen müd
Und dann such ich Trost in einem Lied
Über sieben Brücken musst du gehn
Sieben dunkle Jahre überstehn
Siebenmal wirst du die Asche sein
Aber einmal auch der helle Schein  

Manchmal scheint die Uhr des Lebens still zu stehn
Manchmal scheint man immer nur im Kreis zu gehn
Manchmal ist man wie von Fernweh krank
Manchmal sitzt man still auf einer Bank
Manchmal greift man nach der ganzen Welt
Manchmal meint man dass der Glücksstern fällt
Manchmal nimmt man wo lieber gibt
Manchmal hasst man das was man doch liebt
Über sieben Brücken musst du gehn
Sieben dunkle Jahre überstehn
Siebenmal wirst du die Asche sein
Aber einmal auch der helle Schein
Über sieben Brücken musst du gehn
Sieben dunkle Jahre überstehn
Siebenmal wirst du die Asche sein
Aber einmal auch der helle Schein

Nobel, Alfred (*1833+1896)

 

Walter Moers (*1957): Die 13 ½ Leben des Käptn Blaubär. 1999

Die Nachtigallersche Septantentheorie besagt, dass man das Universum nur durch die Zahl Sieben begreifen kann, und das auch nur, wenn man über sieben Gehirne verfügt. Es gibt sieben Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Luft, Perpemm, Zamomim und Domestizierte Dunkelheit. Das Universum besteht aus sieben Regionen: Norden, Süden, Osten, Westen, Vorher, Nachher und Zuhause. Diese Regionen lassen sich durch die sieben Elemente teilen: Nimmt man die Astralgewichte der einzelnen Elemente und teilt sie durch die gesamte Septantenmasse der in den sieben Regionen vorhandenen Planeten und Sterne, erhält man eine Zahl, in der nur Siebenen vorkommen. Das eydeetische Gehirn kennt sieben Empfindungen: Wissensdurst, Sehnsucht nach Dunkelheit, Forscherdrang, Mitteilungsbedürnis, Furchtlosigkeit, Hunger und Durst. Addiert man wiederum die Höhen der Aurafrequenzen, die diese Empfindungen auf dem Nachtigallerschen Aurakardiogramm ergeben, und teilt die Summe davon durch die Zahl mit den vielen Siebenen, so erhält man als Ergebnis: Sieben

Quelle: https://zamonien.fandom.com/de/wiki/Septantentheorie (27.10.2020)